Zürcher Seniorenchor

Der Anfang des Seniorenchores

20 Jahre Zürcher Seniorenchor der Neuapostolischen Kirche

Chorreise mit Jubiläumsfeier vom 22. August 2013

 

Wie es zu dieser unvergesslichen Jubiläumsfeier kam ist bemerkenswert. Es hat sich Stein um Stein zusammengefügt. Den Anfang machte Max Meier mit dem Vorschlag, den hoch betagten Bruder Willy Mahler (91-jährig) in der Langzeitpflege Sonnenberg in Affoltern am Albis zu besuchen und für ihn und seine Mitbewohner zu singen. Und dies im Rahmen eines Chor-Ausfluges. Zudem sah er die Möglichkeit, den Gründer-Dirigenten unseres Chores, Karl Schmid, wohnhaft im benachbarten Bonstetten, als Ehrengast einzuladen. Der Chor, allen voran der Chorleiter und die Leitung des „Sonnenberg“ waren einverstanden. Das Datum stand fest und Peter Voit verfasste die Ausschreibung. Einige Tage vor dem Ausflug bereitete sich Erich Böhm auf die Begegnung mit dem Ehrengast vor und stellte fest, dass die erste Chorprobe am 1. Februar 1993 stattgefunden hatte. Also vor 20 Jahren. So wurden die Reise zu einer Jubiläumsfahrt und der Chorauftritt im „Sonnenberg“ zu einer Jubiläumsfeier. Der Ausflug führte uns an den Hallwilersee, zum Einstiegsort Seerose. Das Schiff Seerose gehörte für gut zwei Stunden nur uns. Bei dieser Gelegenheit erinnerte sich der Ehrengast: “Beinahe auf den Tag genau, vor 61 Jahren, nämlich am 23. August 1952, habe ich im Hotel Seerose am Hallwilersee mein Hochzeitsfest gefeiert.“

 

Nun zurück zum Beginn der Reise. Im „Ämtler-Car“, vor unserem Probelokal, Kirche Zürich Hottingen, konnte unser Chorleiter, bei schönstem Sonnenschein,  44 reiselustige Senioren (davon 39 Sänger) begrüssen. Herzlich hiess er auch den Ehrengast Karl Schmid willkommen. Acht Chormitglieder konnten aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mitkommen. Dann verkündete er, dass dies  auch eine Jubiläumsreise sei, der Chor feiere heute das 20-jährige Bestehen. Der Chauffeur versprach: „Ich werde mit Euch nicht den kürzesten Weg, sondern den schönsten Weg fahren.“ Und unser Reiseleiter Max Meier gab uns den Rat: „Reded vill mitenand.“ Bei herrlichem Wetter führte die Carfahrt vorbei am Wildpark Langenberg (mit Blick auf die Rehweiden), über den Albispass, durch Maschwanden, Sins, vorbei an einer Schneckenzucht, durch Ottohausen, vorbei am Kloster Hohenrain im Seetal, dem Baldeggersee und Hitzkirch mit Ziel Schiffeinstiegsplatz Seerose am Hallwilersee. Die Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee feiert in diesem Jahr das 125-jährige Bestehen. Sie hatte für uns die MS Seerose reserviert. Der freundliche Empfang, das kulinarische Erlebnis und die interessante, aussichtsreiche, grossartige, ruhige Seefahrt boten die beste Grundlage für frohgestimmte Gespräche. Nach der Seerundfahrt führte uns der Autocar wieder vorbei an  saftigen Wiesen, schönen Liegenschaften, abgeernteten Kornfeldern, grossen Maisplantagen sowie Wäldern und grünen Auen, zum „Sonnenberg“.

 

Hier war etwas anders als sonst. Kurz vor dem Auftritt* gesellte sich unser Schirmherr, Bischof Ruedi Fässler, unter die Zuhörer. Anschliessend an die Veranstaltung richtete er folgende Worte an die Anwesenden und insbesondere an den Chor: „Vor über 20 Jahren, am 1. Februar 1993, wurde ein wertvoller Gedanke zur Realität. Die Gründung eures Chores wurde vollzogen. Wir denken dabei auch gerne an unseren Bischof Werner Studer und sind dankbar, dass er diesen Gründungsgedanken unterstützt hat. Der Gesang ist eine Gabe Gottes. Ihr habt sie eingesetzt und damit viele Herzen erfreut und gestärkt. Damit ist auch viel Freude in eure Herzen zurückgekehrt. Mein Dank gilt euch und den Dirigenten, die euch in Liebe begleitet haben. Angefangen bei Priester Karl Schmid bis zum heutigen Priester Erich Böhm. Es gibt wunderschöne Zitate, die besagen was dem Gesang zugesprochen wird:

o   Gesang verschönt das Leben, Gesang erfreut das Herz, ihn hat uns Gott gegeben, zu lindern Sorg und Schmerz.
Carl Friedrich Zelter

o   Schon ein ganz kleines Lied kann viel Dunkel erhellen.
Franz von Assisi (1182 – 1226, Stifter des Franziskanerordens)

o   Gesang ist die eigentliche Muttersprache des Menschen.
Yehudi Menuhin (Geiger)

Pflegt die Muttersprache. Eine Sprache muss man pflegen und sprechen. Die Muttersprache liebt man, weil man in dieser Sprache seine Gefühle am besten zum Ausdruck bringen kann. Ich kann euch für die Zukunft nur den Rat geben. Liebt eure Muttersprache und sorgt dafür, dass sie nicht ausstirbt, sondern weiterlebt und dadurch noch viele Menschen glücklich gemacht werden. Nicht zuletzt auch ihr. Ich will euch noch etwas verraten. Am Tag, wenn Jesus kommt und seine Braut heimführt - darüber wissen wir noch nicht viel - aber eines wissen wir, wir werden ein neues Lied singen, in der Muttersprache.“

Dann überreichte er unserem Dirigenten Erich Böhm, der seit 18 Jahren an unserem Dirigentenpult steht, in Dankbarkeit und Anerkennung des Geleisteten einen schönen, grossen Blumenstrauss und einen Batzen. Der Batzen sei dazu, so der Bischof an Erich Böhm gerichtet: „Damit Du mit dem Chor eine Überraschung erleben kannst.“

 

Beim Genuss des offerierten Getränkes und dem von Ursula Meier gebackenen, feinen Kuchen, weihte uns der Chorleiter Erich Böhm in die Chronik des Chores ein:

o   1.2.1993 erste Chorprobe, in Zürich Hottingen, geleitet von Karl Schmid im Beisein von Bischof Werner Studer

o   3.4.1995 Ernennung von Erich Böhm zum Vizedirigenten

o   7.1.2002 Bischof Heinz Lang verabschiedet Karl Schmid in den Ruhestand und ernennt Erich Böhm zum neuen Leiter.
Im gleichen Jahr Zuzug von Hugo Stoll als Vizedirigent.

o   2006 Besetzung eines Aktuariates durch Ruth Vecellio.

o   1.1.2009 Otto Hunziker eröffnet eine choreigene Homepage. Nach seinem Wegzug am 1.7.2011 übernimmt Peter Thurnheer das Amt des Webmasters. Er ist zugleich Kassier und Organist.

o   Organistinnen: Margrit Rathgeb und Margrit Burgherr (z.Z. krank).

o   Heute noch aktive Chormitglieder der ersten Stunde: Emil Frauenfelder, Hans Gehrig, Margrit Rathgeb sowie Liseli und Albert Gretsch.

o   Bibliothekar ist seit vielen Jahren Albert Gretsch, sein Stellvertreter Peter Voit.

o   Heute zählt der Chor rund 50 Sänger und Sängerinnen, an Auftritten sind jeweils 35 – 40 Sänger anwesend.

o   Unsere Schirmherren: Die Bischöfe Werner Studer, Heinz Lang, Rudolf Fässler.

Im Weiteren führt er an:

„In den ersten Jahren beschränkte sich die Tätigkeit auf Proben und einzelne Vorträge, z.B. im Altersheim Sydefädeli, Zürich. Auf Anregungen aus dem Sängerkreis, welche Bekannte oder Verwandte in Altersheimen hatten, nahm der Chorleiter mit weiteren Einrichtungen Kontakt auf. Seit unsere Konzerte zum einen Teil als Vortrag und zum andern Teil zum Mitsingen gestaltet sind, sind unsere Auftritte sehr gefragt. Es ist eine wertvolle Öffentlichkeitsarbeit, legen wir doch Wert darauf, mit unserem vollen Namen zu erscheinen. Nur – im laufenden Jahr sind nebst 11 Proben 13 Auftritte geplant, bisher waren es deren 7 bis 8 pro Jahr. Dieser Trend sollte auf keinen Fall fortgesetzt werden, es könnte zu anstrengend werden.“

Zum Abschluss des Festaktes richtete er folgende Worte an „seine“ Sänger:

„Ohne Euch gäbe es unseren schönen Chor überhaupt nicht. Daher will ich diesen Rückblick abschliessen, indem ich Euch für alles Mitwirken von Herzen Danke sage und uns wünsche, dass wir weiterhin an unserem wunderbaren Werk mit Begeisterung zusammenarbeiten dürfen.“

 

Anschliessend brachte uns der Reisebus sicher und auf schnellstem Weg an den Ausgangspunkt zurück.