Zürcher Seniorenchor

News Zürcher Seniorenchor

Besonder Chorprobe vor Weihnachten 2011
05.12.2011 / Seniorenchorprobe

Seniorenchorprobe Weihnacht 2011, 5.12.11, 14.30 Uhr

 

Als ich mich heute für die Seniorenchorprobe bereit gemacht habe, habe ich – ich weiss nicht weshalb – auch den Fotoapparat eingesteckt. Dieses Rätsel löste sich dann, im Probelokal angekommen, sehr schnell auf. Aus gegebenem Anlass schreibe ich jetzt keinen Bericht, sondern einen offenen Brief an unseren Chorleiter und Dirigenten.

 

Lieber Erich

 

Für die letzte Chorprobe dieses Jahres hast Du ausserordentlich viel Vorarbeit geleistet. Du warst im Altersheim Wolfswinkel um den Beitrag des Chores zur Pensionären-Weih-nachtsfeier vorzubereiten. Dazu hast Du die entsprechenden Lieder ausgewählt und für jeden Sänger auf ein Faltblatt kopiert. Für das nächste Jahr hast Du alle Probentermine festgelegt und mit den Seniorenzentren die Termine für unsere Auftritte abgesprochen sowie zu Papier gebracht. Diese sorgfältig erstellten Dokumente hast Du uns allen abgegeben. Und das ist nur, was wir so direkt sehen konnten. Wir wissen, dass Du, zusammen mit Deiner Irene, im Stillen noch viel mehr leistest. Dafür ist heute der richtige Zeitpunkt, Dir herzlich für Deinen nimmermüden Einsatz zugunsten unseres Chores zu danken. So hat Dir auch unser Tenor, Max Meier, einen Dank entgegen gebracht mit den Worten: „Was wären wir Sänger ohne einen so freudigen Dirigenten.“ Und eben in diesem Sinne hat Dich unsere Altistin, Madeleine Lagler, mit einer Karte – unterschrieben von allen Anwesenden – und einem energiespendenden Granatapfel, überrascht.

 

Aber jetzt kommt noch das Schönste. Zu Beginn der heutigen Chorprobe hat unser Schirmherr, Bischof Rudof Fässler, das Probelokal betreten. Das war eine Überraschung. Wir alle haben uns gefreut und Du, Erich, am aller meisten. Der Bischof hat sich beim Chor und insbesondere bei Dir bedankt. Diesen Dank ergänzte er mit den Worten: „Die Aktivitäten des Seniorenchores erfüllen mich immer wieder mit Stolz.“

 

Anschliessend erzählte uns Bischof Fässler von einer Begebenheit, welche sich vor einigen Tagen in Moldawien – einem der ärmsten Länder der Welt – zugetragen habe: „Ich wurde an einem Gottesdienst zum Mitdienen gerufen. Nach einiger Zeit stand ein Zuhörer auf. Während etwa dreissig Sekunden sprach er in rumänischer Sprache und zeigte immer wieder auf mich. Neben ihm sass seine Frau. Sie bat ihn durch fortwährendes zupfen am Hemd, sich zu setzen. Ich bin der rumänischen Sprache nicht mächtig und habe ihn deshalb nicht verstanden. Aber immer wieder zeigte er auf mich. Nach dieser Aktion forderte mich der Apostel auf, weiter zu dienen. Nach dem Gottesdienst habe ich dann erfahren, dass dieser Mann zum ersten Mal an einem Gottesdienst teilgenommen habe. Und gesagt habe er, dass ihn diese Worte tief berührt hätten und er immer daran denken werde.“

 

Leider musste uns der Bischof schon bald wieder verlassen. Du, Erich, hast ihm mit strahlender Freude Deinen und unseren von Herzen kommenden Dank entgegen gebracht.

 

Lieber Erich, ich gestatte mir hier im Namen aller Sänger, Dir und Deiner Gattin, Irene, für all die grossen und kleinen, erkennbaren und im Stillen gewirkten, Taten und Worte für den Seniorenchor, die einzelnen Sänger und für die Pensionäre in den Heimen sowie das Werk an dem wir stehen, herzlich zu danken. Mit Elan werden wir die Termine 2012 wahrnehmen und die Zeit beim fröhlichen Singen unter Deiner Leitung geniessen.

 

     5.12.2011/RV