Zürcher Seniorenchor

News Zürcher Seniorenchor

Altersheim Wolfswinkel
16.12.2011 / Wolfswinkel 9, 8046 Zürich

Der Heimleiter, Herr René Hitz, hat uns eingeladen, die Weihnachtsfeier für die Pensionäre mit einigen Liedern zu verschönern. In festlicher Kleidung und Stimmung sowie freudiger Erwartung treffen wir uns deshalb heute in der weihnachtlich geschmückten hauseigenen Cafeteria. Die Spannung ist ganz speziell, weil mancher Sänger zum ersten Mal einen festlichen Anlass in einem Altersheim miterleben darf. Dabei knüpfen sich seine Gedanken eng an die eigene, nahe Zukunft. Es sind auch einige unter uns, die ihre Partner abgeben mussten und die Festtage deshalb alleine verbringen werden. Für sie ist diese Feier heute etwas Besonderes.

 

Beim Betreten des Festsaales wird mir ganz warm ums Herz. Der Raum ist weihnachtlich geschmückt. An langen festlich gedeckten Tischen sitzen feierlich gekleidete ältere Damen und Herren, teilweise behindert, mit erwartungsvollen und auch leuchtenden Augen. Auf der Bühne funkeln ein „Christbaum“ und viele „Sterne“ und auf den Tischen strahlt das warme Licht vieler Kerzen.

 

Frau Kundert, Mitglied der Heimleitung, eröffnet das Fest und Herr Hitz wünscht allen Bewohnern und den geladenen Gästen frohe Weihnachten und eine schöne Feier. Er begrüsst Frau Pfarrer Christine Winkler und uns, den Seniorenchor.

 

Frau Pfarrer Winkler legt ihren weihnachtlichen Gedanken die Liebestaten, das Schenken im Allgemeinen und insbesondere das Schenken von Zeit, zugrunde. Den Heimbewohnern wünscht sie, dass viele von ihnen über die Festtagszeit sowie im neuen Jahr solche Zeitgeschenke erhalten dürfen. Diese christlichen Gedanken umrahmt der Chor mit Weihnachts-Chorälen. Wie immer stellt unser Chorleiter, Erich Böhm, die Lieder liebevoll vor. Zur Eröffnung stimmen wir das Lied „Kommt, stimmet alle Jubelnd ein“ an.

 

Anschliessend singt der Gesamtchor — Festgäste und Chor — einige weihnachtliche Volksweisen, von „Ihr Kinderlein kommet“ bis „Stille Nacht, heilige Nacht“. Die Heimleitung hat dazu für jeden Anwesenden ein anmutig gestaltetes und in grossen Lettern geschriebenes Textblatt erstellt. Viele Festgäste singen aus vollem Herzen, andere geniessen still die entstandene Stimmung. Der Gesang hat jedes Einzelne erreicht; es fühlt, ich gehöre mit dazu.

 

Jetzt übergibt Herr Hitz unserem Schirmherrn, Bischof Rudolf Fässler, das Mikrofon. Er begrüsst alle Anwesenden mit: „Ihr Lieben“. Seine kurz geäusserten, einfühlsamen Gedanken beziehen sich auf den Weg der zu gehen ist, betrachtet aus verschiedenen Gesichtspunkten — vom weiten Weg um sich eine Geschenkgabe zu besorgen bis hin zum letzten Weg. Abschliessend ehrt er unseren Chorleiter mit den Worten: „Erich, du hast bei mir einen Stein im Brett“. Als Symbol dafür überreicht er ihm einen Stäfner-Stein.

 

Nach dem abschliessenden Chor-Lied bedankt sich Herr Hitz herzlich beim Chorleiter. An die Festgäste richtet er die Einladung zu einer auserlesenen Weihnachts-Tafel.

 

Für die Chormitglieder wartet in der Cafeteria, an festlich gedeckten Tischen, Kaffee und Kuchen sowie ein Beutel „Wiehnachtsguetsli“. Herr Hitz bedankt sich an jedem Tisch bei jedem Sänger für den Einsatz und fordert uns auf: „Ihr dörfed die Guetsli mit hei näh, mir händ si sälber gmacht, soo händ au ihr es Gschänkli.“

 

Vielen herzlichen Dank Frau Kundert und Herr Hitz. Nicht allein Ihre Festgäste sondern auch wir konnten in Ihrem Hause ein feierliches Weihnachtsfest erleben und geniessen. Unser Zeitgeschenk an die Pensionäre Ihres Hauses haben Sie uns reich belohnt. Wir und unser — wie er selber sagte — doch um einiges jüngerer Schirmherr, haben uns in ihrem Kreise sehr wohl gefühlt.

20.12.2011/RV