Zürcher Seniorenchor

News Zürcher Seniorenchor

Altersheim Wolfswinkel
08.05.2012 / Wolfswinkel 9, 8046 Zürich

Die nach und nach eintreffenden 35 Chormitglieder fühlen sich sichtlich wohl hier im Altersheim Wolfswinkel. Es sind auch etliche Zuhörer aus anderen Altersheimen anwesend.

„Das darf nicht wahr sein, so eine Überraschung“, höre ich sagen. Ruth Fehr (Chorsängerin) trifft ihre Turnkollegin Elfriede Specker. Im Seniorenturnen der CS, wo sie sich fit halten, haben sie sich kennen und schätzen gelernt. Frau Specker besucht oft Pensionäre im Wolfswinkel, Bekannte aus der früheren Nachbarschaft. Unterstützend steht sie den Senioren bei, mit kleinen Handreichungen, Einkäufen usw.

 Der Heimleiter, Herr René Hitz, stellt den Pensionären den Chor als wohlbekannte Sängergruppe vor, die das letzte Pensionärs-Weihnachtsfest eröffnet und zusammen mit den Festgästen die Weihnachtslieder gesungen habe.

 Irene und Erich Böhm sowie weitere langjährige Chorsänger sind überrascht, sie entdecken unter den Zuhörern die Wolfswinkel-Bewohner Albert und Nelly Schmitt. Sie haben während vielen Jahren im Seniorenchor mitgesungen und sich zusätzlich aktiv beteiligt. So organisierte Albert Schmitt für den Chor zwei Ausflüge ins Elsass. Das war vor meiner Zeit im Chor. Aber schwärmen von der Reise, das habe ich schon ab und zu gehört. Zum Beispiel, dass der Chor auf einer dieser Exkursionen in den Genuss eines GDs, gehalten von Apostel Higelin, gekommen sei. 

Während dem Singen im Gesamtchor (Pensionäre und Chorsänger) fällt mir ein junger Mann auf. Auf seinem grün- und orangefarbenen Overall steht „Zivilschutz“. Neben ihm sitzt eine 94-jährige Pensionärin. Sie singen zusammen aus einem Liedertextblatt. Eine Idylle wie zwischen einem lebensfrohen Enkel und seiner glücklichen Oma, die sich gegenseitig achten. Von der Antwort des Zivilschützers Reto Lamprecht bin ich überrascht und gleichzeitig erfreut. Im Rahmen des Zivilschutz-Wiederholungskurses sei er für eine Woche im Altersheim Wolfswinkel stationiert. Später höre ich eine gehbehinderte Heimbewohnerin sagen: „De jungi Herr chunt üs scho go hole“ - und von anderer Seite - „jo de Reto“.

Beim Verlassen des Mehrzweckraums stellt sich mir eine Pensionärin in den Weg, mit den Worten:“Das isch en schöne Nomittag gsii“.

Anlässlich der Ansage zum Lied „Wänn d’Liebi zur Sach häsch …..“, erklärte Erich Böhm unter anderem:“Das vo däm mir singed, isch au das worum mir do häre cho sind“. Diese Worte und die Bilder von fröhlichen Überraschungen begleiten mich auf dem Heimweg.

                                                                                              8.5.2012/RV