Zürcher Seniorenchor

News Zürcher Seniorenchor

Tertianum Brunnenhof
29.01.2013 / Industriestrasse 10, 8610 Uster

Vom heutigen Nachmittag im Tertianum in Uster gibt es viel bemerkenswertes, besinnliches und fröhliches zu erzählen.

Es sind die Zuhörer und die Sänger da, die alle gespannt auf das Bevorstehende warten sowie der Chorleiter, dessen Anspannung Höchstwerte erreicht. 

Da ist auch Frau Marlis Altorfer, Aktivierung/Administration. Sie begrüsst den Seniorenchor mit einer freudigen Herzlichkeit zum ersten Auftritt in der Residenz Brunnehof. 

Dort ist der Chorleiter Erich Böhm, der mit seinen stimmungsvollen Einführungen die Lieder erläutert. Zum Beispiel: “Jetzt singen wir vom Wichtigsten das es gibt – sicher ist es entscheidend, dass Sie hier im Haus gut aufgehoben sind – aber jetzt singen wir vom Wichtigsten, das es überhaupt gibt. Worauf der Chor das Lied anstimmt: „Wänn d‘Liebi zur Sach häsch“. Im zweiten Teil singt wie üblich der  Gesamtchor (Pensionäre und Seniorenchor). Eine Pensionärin wünscht das Volkslied „s’isch mer alles ei Ding“ zu singen. Darauf lautet Erichs trockener Kommentar: „Jo, jo jetzt chunt sowiso bald d’Stüürerchlärig“. 

Dann ist da die Pensionärin, die mit Stolz ihre Helfer vorstellt: Den „Ferrari“ (der Rollator) und die „Bediensteten“ Ueli (der Stock, der beim begehen der Stufen hilft), Anni (die verlängerte Zange, die die fallen gelassenen Gegenstände aufhebt) und S‘Vreneli (der rote Regenschirm). Soviel Einfallsreichtum und Anpassungsfähigkeit ist zu bewundern. Dann ist da noch zu erfahren, dass fast alle anwesenden Pensionärinnen seinerzeit das Abitur absolviert haben. Was, wird das Zeitfenster berücksichtig, sehr erstaunlich ist. 

Und von den glücklich strahlenden Augen der Pensionäre, die wieder ihrer Wege gehen, wäre sicher  noch viel, sehr viel zu erfahren. Sie alle könnten von einem reich befrachteten Leben mit etlichen Marksteinen reden. Als Beispiel sei hier das Erleben der vergangenen Wochen einer neuapostolischen Bewohnerin des Tertianums angefügt. Ihr Mann hatte sich vor einigen Wochen vorgenommen noch Verschiedenes zu regeln, bevor er sterben werde. Als dann vor ein paar Tagen das Vorgenommene erledigt war, ist er heimgegangen. Kurz vor seinem Tode sagte er zu einer Betreuerin des Brunnehofs: „Ich bin jetzt 56 Jahre mit meiner Frau verheiratet und ich würde sie heute wieder wählen“. 

Nicht zu vergessen sind die Chorsängerinnen und –Sänger, die zu feinem Apero-Gebäck und Wein eingeladen sind. Frau Altorfer geht von Tisch zu Tisch, schenkt nach und findet dabei überall Zeit für ein kurzes, freundschaftliches Gespräch. 

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Ein herzliches Dankeschön gebührt Frau Marlis Altorfer für die herzliche Gastfreundschaft und Erich Böhm für sein unermüdliches, fröhliches Engagement. 

 29.1.13/RV